GAFTIC-88: 30 Jahre Phantom II

Frühjahr 1988: Als junger Obergefreiter durfte ich für 6 Wochen nach Goose Bay zum Vorkommando für GAFTIC 88. Das ist nun gerade mal 36 Jahre her….

Während dieses Kommandos sind Piloten des JG-74 “M“ nach St. Louis geflogen. Dort wurde dem 30. Geburtstag der F-4 gehuldigt. Es gab sogar eine Mini-Sonderbemalung auf den Einlauframpen der 792 und 796.

Nach Jahrzehnten wurde nun der 1:48 Hasegawa Phantom-Bausatz durch die F-4E von Meng abgelöst. Insgesamt bietet Meng eine hervorragende Passgenauigkeit und viele Details, die bei Hasegawa durch Resin ersetzt werden müssen. Der auffälligste Fehler bei Meng ist allerdings die Flügelspitze. Hier fehlt die charakteristische Ausbeulung für das Positionslicht. 

Parallel hat nun AirDoc nach über 20 Jahren Bitten und Betteln hervorragende Decals für den Norm-81 Anstrich herausgebracht.  Der coolste Serientarnanstrich moderner Militärflugzeuge überhaupt.

Dies und die dieses Jahr stattfindende Zapata-Reunion haben mich in alten Erinnerungen schwelgen lassen. Somit war der Bau beschlossene Sache.

Auch die Unterseite hat beim Norm-81 Anstrich ihren Reiz

Folgende Detailarbeiten wurden ausgeführt:

    • Startschienen LAU-7A/5 zusätzlich detailliert
    • ALQ-119-Pylon zusätzlich detailliert
    • Höhenleitwerk:  Schlitze entfernt, Verstärkungspaneel verspachtelt, entgegen Bauanleitung erst zum Schluss montiert.
    • Klappe für Kanone: Scratch
    • Fahrwerksschächte  nachdetailliert
    • Flipper-Doors in AIM-7 Bucht: Scratch
    • Landeklappen und Querruder: Andeutung Blechstruktur mit gez. Gußast
    • Die Einlauframpen wurden abgesägt und erst zum Schluss montiert. Die Auslässe der Grenzschicht wurden ebenfalls nachdetailliert.

Zubehörteile:

    • Tank: Reskit
    • Pylone: Reskit
    • Dummy AIM-9L SOL
    • Schleudersitze: Aires
    • Gurtzeug: Eduard
    • Cockpit-Seitenpaneele: Blackbox
    • Instrumentenbretter: Eduard Look
    • Lufteinläufe: Phase Hangar
    • Bordkanone: Black Dog
    • Fahrwerk: Detail+Wonder
    • Landeklappen innen: Wolfpack
    • Decals: AirDoc

 

Die durchgehenden Lufteinläufe von Phase Hangar ersparen das Spachteln der Bausatzteile.
Die gelb-schwarzen Abzugsgriffe der Schleudersitze wurden mit Tamiya-Klebeband umwickelt-
Hier erkennt man gut die Eduard-Look Instrumentenbretter. Die Instrumente im oberen, hinteren Cockpit stammen von Horizon.
Und hier zu sehen die selbst gebauten Flipper-Doors in den Sparrow-Buchten, den ALQ-119 Pylon, das 3D-gedruckte Fahrwerk, sowie die Kanone.
Das charakteristische Positionslicht am Flügelende wurde mit einem gezogenen Gußast, sowie Spachtelmasse aufgebaut und dann nachgraviert.

…die Geschichte ging weiter .…Im Jahr 2000 gab es dank der Genehmigung meines mittlerweile zum Kommodore beförderten ehemaligen STAKAs einen weiteren “Mini-Sonderanstrich“. Die 764 flog mit dem Logo unseres Modellbauclubs. Hier der Link zum Bericht:  Die SIM geht in die Luft

1:48 Hasegawa-Phantom, gebaut 2001.

Michael Immler, März 2024