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Neu auf dem Basteltisch: P-40K Warhawk (short tail) von Eduard in 1:48

Der Jagdeinsitzer von Curtiss machte zusammen mit der P-39 zu Beginn des Krieges mehr als die Hälfte des Bestandes an Jägern der US-Air Force aus. Obwohl sie eher ein durchschnittliches Jagdflugzeug für ihre Zeit war, wurde sie (auch mangels Alternative) in großen Stückzahlen produziert. Bis leistungsstärkere Muster zur Verfügung standen, hatte man einfach keine andere Wahl. Die P-60, der von Curtiss geplante Nachfolger, ließ auf sich warten. Parallel entwickelte man daher das Flugzeug kontinuierlich weiter, um es einigermaßen konkurrenzfähig zu halten. Die P-40K war nach der E-Version die nächste Entwicklungsstufe. Sie war mit einem stärkeren Triebwerk ausgestattet und wurde später auch mit einem längeren Rumpf gefertigt, wie später bei der P-40N. Eingesetzt wurde Sie hauptsächlich in Nordafrika, dem pazifischen Kriegsschauplatz und China. Die P-40 galt als robust und zuverlässig. Sie konnte zwar nur in niedrigen Höhen eingesetzt werden, leistete aber einen wertvollen Beitrag auf Seiten der Alliierten.

Das Modell

Eduard begeistert uns in der letzten Zeit mit verschiedenen, nach und nach erscheinenden Varianten des amerikanischen „Brot und Butter-Jägers“. Nach P-40E und N ist jetzt die K-Version an der Reihe, die nach der „Royal Class Edition“ jetzt auch als „Profipack“ in die Läden gekommen ist. Diese Bausätze sind allesamt als absolute Referenzklasse anzusehen und setzen in 1:48 neue Maßstäbe. Von der Kunststoffqualität über die Detaillierung bis hin zur Originaltreue ist hier alles auf dem gewohnten Top-Niveau.

Das größte Unterscheidungsmerkmal bei einer P-40K ist die zusätzliche Finne vor dem Leitwerk. Anstatt hier lediglich ein paar Zusatzteile für die K-Version beizulegen, hat Eduard auch hier wieder aus dem Vollen geschöpft und gleich zwei komplette Rumpfteile gefertigt, die alle Merkmale der betreffenden Version aufweisen. Der Cockpitboden ist richtigerweise gewölbt dargestellt, denn der Pilot sitzt auf der Oberseite der durchgehenden Tragfläche! Ein Fakt, der bei vielen anderen P-40 Bausätzen leider nicht berücksichtigt wird. Außerdem kann man sich wahlweise für Fahrwerksschächte mit oder ohne Stoffummantelung entscheiden. Auch an Bomben und Zusatztanks als Außenlasten wurde gedacht. Separate Ruder und Klappen sind mittlerweile selbstverständliche Standards bei Eduard.

Die Klarsichtteile können das hohe Qualitätsniveau ebenfalls halten und sind absolut sauber und schlierenfrei. Auch hier finden sich wieder die „gehauchten“ Nieten, die so eine Art Markenzeichen der Firma geworden sind. Wer die Haube nach hinten geschoben darstellen will, dem steht dafür extra ein zweites, etwas breiteres Exemplar zur Verfügung.

Zwei Dinge sind immer fester Bestandteil eines „Profipacks“: Ein Satz Klebemasken sowie ein Satz Photoätzteile.

Während die Masken eine sinnvolle Arbeitserleichterung darstellen, sind die Photoätzteile dagegen eine deutliche Aufwertung für die Bereiche Cockpit und Kühler. Hier fallen neben dem farbig gedruckten Gurtzeug vor allem die filigranen Schutzgitter positiv auf.

Die Varianten

Eduard versucht stets eine große und vielfältige Anzahl von Bauoptionen zusammenzustellen. Das ist erneut gelungen! Auch hier wird das Ganze ergänzt durch ausführliche Erklärungen zu den einzelnen Maschinen.

Gebaut werden können:

A:
42-46285, Lt. John Miller, 7th FS, 49th FG, Dobodura, Neu Guinea, Sommer 1943

B:
Capt. James G. Curl, 66th FS, 57th FG, Tunesien, April 1943

C:
Lt.Robert McClurg, 25th FS, 51th FG, Assam Valley, Indien 1943

D:
42-46263, 1st Lt. George R. Barnes, 16th FS, 23th FG, Chanyi, China, Frühling 1943

E:
42-46205, 47th FS, 15th FG, Hawaii, 45th FS, Baker Atoll, Dezember 1943

F:
FR350, F/Lt. James F. Edwards, No.260 Squadron RAF Castel Benito, Januar 1943

 

Die Bauanleitung beinhaltet einen ausführlichen Text zur Entwicklungsgeschichte, ist klar verständlich und widmet den aufzubringenden Stencils eine eigene Seite.

Eduard gibt auch hier wieder exklusiv Farben der Firma GSI Creos (Gunze) für seine Modelle an.

Fazit

Eduard hat mit diesen P-40 Bausätzen erneut Maßstäbe gesetzt. Sie sind in 1:48 in allen Bereichen absolut erste Wahl. Und die Freude geht weiter! Demnächst dürfen wir uns über die M-Version dieses bekannten Jägers freuen.

Marco Doehring, Stuttgart (November 2026)

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