British Light Utility Car von Tamiya in 1:48

Bei den auch unter dem Namen “Tilly “ bekannt gewordenen Fahrzeugen handelt es sich um eine Gruppe von Personenkraftwagen, die für militärische Zwecke zu Pick-Up`s umgebaut wurden. Die von den Firmen Austin, Morris, Standard und Hillman produzierten Fahrzeuge besaßen keinen Allrad-Antrieb und wurden hauptsächlich in rückwärtigen Frontabschnitten, beim Stab oder auf Flugplätzen eingesetzt.

Die Fahrzeuge waren im Machtbereich des Vereinigten Königreich weit verbreitet. Selbst die spätere Queen Elisabeth II. reparierte sie und unternahm mit ihnen Probefahrten während Ihrer Zeit beim Auxiliary Territorial Service.

Zum Modell: Lange Zeit spielte ich schon mit dem Gedanken, mich zur Abwechslung einmal einem Bausatz ohne Tragflächen zu widmen. Da diese Fahrzeuge sich gut für den Hintergrund bei Portrait-Aufnahmen von Flugzeug-Modellen eignen, fiel mir die Wahl nicht schwer.

Tamiya hatte schon vor einiger Zeit dieses interessante Nischenmodel auf den Markt gebracht. Dargestellt wird hier eine Version der Firma Austin. Die Qualität ist wie bei diesem Hersteller üblich auf hohem Niveau, auch Passgenauigkeit und Detaillierung sind exzellent. Die Plane besteht aus Klarsichtteilen und kann entweder offen oder geschlossen dargestellt werden. Die gezeigten Exemplare sind “Out of the box” entstanden. Man kann wahlweise als dritte Option noch eine weitere Variante der britischen Armee bauen.

Beide Versionen sind mit Farben der Firma Gunze lackiert. Nur für das Blau des RAF-Fahrzeuges nahm ich einen passenden Farbton von Humbrol-Acryl. Beide Modelle wurden anschließend mit Panel Line Wash von der Firma Mig abgedunkelt. Wer mit etwas Gefühl die Vorderachse zurechtbiegt, kann die Räder später sogar im eingeschlagenen Zustand anbauen.

Fazit: Selten brachte mir ein solch kleiner Bausatz einen so großen Bastelspaß!
Vor allem die Passgenauigkeit macht hier große Freude. Die Spachtelmasse kann in der Schublage bleiben. Eine willkommene Bereicherung für das eine oder andere Diorama.

Marco Doehring (Februar 2020)

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