Tipps und Tricks auf der Modell + Technik 2018

Modellbauvorführungen auf der Modell + Technik 2018

Seit einigen Jahren zeigen wir beim Stuttgarter Messeherbst „live und in Farbe“ Tipps und Tricks des Modellbaus. Dieses Jahr habe ich mir eine P-51D Mustang von Revell in 1:72 vorgenommen. Doch es sollte anders kommen…

Aber zuerst ging es an die Mustang. Die Form des Bausatzes stammt aus dem Jahre 1963. Bei so einem Oldie über Fehler zu schreiben ist müßig. Es gibt heute viel bessere Bausätze der Mustang. Er hat aber den Charme aus der Anfangszeit des Plastikmodellbaus. Und außerdem geht es bei den Vorführungen ja um die Techniken und nicht um das Modell selbst.

Es gilt einiges an Fischhaut zu entfernen. Die Form ist eben schon 55 Jahre alt. Nur die Abziehbilder sind neu.

Im Vorfeld habe ich schon einige Teile entgratet und ein paar Sinkstellen verspachtelt. Auf der Messe wird es nun darum gehen, einige einfache Details und Gravuren zu ergänzen. Dann wird die Airbrush ausgepackt und das gute Stück bekommt Farbe. So der Plan…

Der Spinner sollte auf jeden Fall nachgearbeitet werden.

Schon besser!

So vorbereitet geht es jetzt auf die Modell + Technik 2018.

Nachfragen auf unserem Messestand ist ausdrücklich erwünscht! Sprecht uns einfach an – auch wenn wir beim Basteln sind.

Ich hoffe, wir sehen uns?

— 1. Tag —

Heute habe ich ein paar Detaillierungen vorgenommen, bis … Na ja, seht selbst:

Da die Faltschachtel von Revell recht unpraktisch für die losen Teile ist, muss eine leere Schachtel von Heller aushelfen.

Die Teile des Cockpits klebe ich auf Gussast-Stücke. Der Pilot wird auf einen Zahnstocher gespießt. So lassen sich die kleinen Teile viel besser lackieren.

Die Instrumentierung braucht ein Update.

Etwas Plastik aus einem Adventskalender wird mit ein paar Löchern versehen und aufgeklebt. Das sieht schon besser aus.

Und dann…

Ja, dann kam er:

Bei der großen N-Anlage gibt es schöne Kühlwagen zum bemalen. Da konnte ich nicht widerstehen. Er muss jetzt zuerst bemalt und gealtert werden…

— 2. Tag —

Wie schon geschrieben, bin ich dem kleinen 1:160er Kühlwagen verfallen.

Heute habe ich zuerst mit der Spritzpistole (neudeutsch Airbrush) das Dach ein wenig gealtert.

Da heißt es erst einmal abkleben.

Doch kurz vor Schluss passiert dieses Missgeschick… So können die Zuschauer auch mal Pleiten, Pech und Pannen „live und in Farbe“ miterleben – das Wegschmeißen eines Küchentuchs inklusive…

Also noch mal zurück auf Los…

Nach mehreren Anläufen sieht es dann so aus. Das ausmalen des Zuges war dagegen pure Entspannung 🙂

— 3. Tag —

Heute wird der Kühlwagen gealtert. Damit ist er fertig. Die Fragen der Besucher drehen sich heute viel um das Thema Farben.

Fertig! Die Türen sind noch mit dünnen schwarzen Linien betont. Unten hat der Wagen eine dezente Verschmutzung erhalten. So kommen die schönen Details besser zur Geltung.

Jetzt geht es wieder an die Mustang. Davon morgen mehr.

— 4. Tag —

Wie versprochen, geht es jetzt an die Detaillierung der Mustang.

Der Pilot bekommt einen vollständigen Steuerknüppel und eine extra Leitung zur Atemmaske. Ins Cockpit kommen noch kleine Hebel und sonstige Details. Sie bestehen aus gezogenen Gussästen und dem Rest eines Adventskalenders (no nix wegschmeißa…).

Alles bekommt eine Grundierung in Schwarz. Sie deckt letzte Fehler auf. Und wenn die Farbe schon in der Spritzpistole ist, werden noch weitere Teile grundiert.

Die Mustang muss jetzt eine Pause einlegen. Bei mir ist jetzt erst mal unser Me-262-Projekt dran.

Ach ja:

Der kleine Kühlwagen ging bei den FreuNden der riesigen N-Anlage einen Tag auf Tour. 🙂

Euer Jürgen von der SIM
(November 2018)

P.S. Das wurde aus dem Modell, das ich auf der letztjährigen Modell + Technik gebaut habe.

Der Jagdpanter aus alten Matchbox-Formen in 1:76

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